Herz eines Erdgasautos ist sein Verbrennungsmotor. Dieser nutzt statt des üblichen Gemischs aus Benzin und Luft den Kraftstoff Erdgas bzw. CNG (Compressed Natural Gas). Ein Erdgasmotor funktioniert wie ein klassischer Ottomotor, nur der Kraftstoff ändert sich. Das bedeutet, dass in seinen Zylindern nach dem Viertakt-Prinzip gearbeitet wird. Zuerst wird das Gas-Luftgemisch durch ein Einlassventil in den Brennraum gesaugt. Gleichzeitig bewegt sich der Kolben nach unten. Im zweiten Takt geht dieser bei geschlossenen Ventilen wieder nach oben und verdichtet dadurch das Gemisch, das sich gleichzeitig erhitzt. Der dritte Schritt besteht darin, das Gas-Luftgemisch mit der Zündkerze zu entzünden. Die Reaktion, die daraus resultiert, drückt den Kolben nach unten. Über die mit dem Kolben verbundene Pleuelstange wird die entstandene Bewegungsenergie auf die Kurbelwelle übertragen und über das Getriebe auf die Antriebsräder verteilt. Im vierten Takt bewegt sich der Kolben erneut nach oben und drückt dabei die verbrannten Abgase aus dem Zylinder heraus. 
CNG (Compressed Natural Gas) ist komprimiertes Erdgas, während LPG (Liquefied Petroleum Gas) verflüssigtes Erdgas ist. CNG wird unter hohem Druck als Gas gespeichert und erfordert spezielle Druckbehälter, während LPG bei moderatem Druck verflüssigt und in entsprechenden Tanks gelagert wird. In der Regel wird CNG primär werksseitig bei Neuwagen angeboten, während LPG oft von Werkstätten zur Umrüstung auf Gasantrieb bevorzugt wird.
Ja, es ist möglich, einen Verbrennermotor auf Autogas umzurüsten. Für die Umrüstung wird LPG (Liquefied Petroleum Gas) von Werkstätten bevorzugt. Die Umrüstung beinhaltet den Einbau eines Autogas-Systems mit einem Gastank, einem Verdampfer oder Injektor sowie speziellen Leitungen. Ein LPG-Umbau kann je nach Kilometerleistung sinnvoll sein. Die Entwicklung der Kraftstoffpreise sollte man jedoch im Auge behalten.
Prinzipiell kann das in der Gasheizung zum Einsatz kommende Erdgas auch für den Betrieb eines Erdgasautos genutzt werden. Da das komprimierte Gas (CNG) jedoch bei rund 200 bar im Gastank des Autos gespeichert wird, sind weitere Maßnahmen notwendig, um den dafür benötigten Druck zu erzeugen, der am regulären Heizgasanschluss im Haus nicht vorliegt. Erst mit einer Heimtankstelle und dem integrierten Kompressor ist es möglich, das Gas zu verdichten und den für das Erdgasauto notwendigen Druck für die Betankung aufzubauen. Die Installation und der Anschluss einer Heimtankstelle an die Gasversorgung ist Sache von fachkundigen Gasinstallateur:innen.
Gasbetriebene Fahrzeuge sind sicher im Alltag nutzbar und bergen kein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Sowohl Erdgas als auch Flüssiggas sind ungiftig. Der Gastank von Fahrzeugen, der komprimiertes Erdgas (CNG) enthält, wird mit 200 bar Druck gespeichert, obwohl die Druckgasbehälter für 600 bar ausgelegt und zertifiziert sind. Ein Sicherheitsventil ermöglicht bei Bedarf das kontrollierte Ablassen von Erdgas. Die Tanks von Flüssiggasautos (LPG) sind sicher mit 3,5 mm dicken Stahlwänden dimensioniert, ausgelegt für zehn bar im Alltagsgebrauch und müssen einen Prüfdruck von 40 bar schadlos überstehen. Ein Rohrbruchventil verhindert Gasaustritt bei undichten Gasleitungen.